DER ASSISTENZHUND FÜR ALLERGIKEr

Hier: FindePfoten

Aufgrund der Nachfrage vom DAAB e.V. gibt es nun die FindePfoten®. Eine Fortbildung für deren Mitglieder die bereits einen Familienhund haben. Da die meisten Interessierten deutschlandweit verteilt leben, ist nur eine Online-Fortbildung möglich.

Um die Teilnehmer bestmöglichst unterrichten zu können, muss ich sie vorab als Team erlebt haben. Daher findet vor Beginn der Ausbildung in den Räumen des DAAB's in Mönchengladbach ein unverbindliches Erstgespräch mit kleinem Einzeltraining zur Feststellung des Istzustandes und eine Gruppenstunde statt. Dann wird mit Webinaren, Telefonkonferenzen und Videohausaufgabenkontrolle 12 Module lang miteinander gearbeitet.

Teilnehmer Hund:

Keine Hunderasse ist grundsätzlich disqualifiziert, denn Training macht immer erst einmal Spaß. Es gibt die talentierteren, langnasigen Mischlinge und bei rasseversprechenden Nasenspezialisten die Vierbeiner, die sich schwer tun im Team zu arbeiten. Denn am wichtigsten ist, dass der Hund vom Menschen etwas lernen und mit dem 2beiner erfolgreich sein möchte!
Wie zielsicher er am Ende sein wird, hängt von weiteren Faktoren ab. Nicht zu vergessen, dass es ein Vierbeiner bleibt und nicht zu einem Roboter mutiert.

Trainingspraxis:

Das Suchen ist für den Vierbeiner immer eine sinnvolle und erfolgsversprechende Beschäftigung (Unterhaltung) – daher ist sie in in meiner Hundeschule Bestandteil der Erziehung.

 

Im Normalfall wird der Hund auf EINEN bestimmten Geruch konditioniert und zwar ausschließlich über positive Verstärkung (Futter, Spielzeug, Spiel, Aufmerksamkeit).

 

Für den Notfall werden weitere Strategien entwickelt und auch für individuelle Bedürfnisse Pläne geschmiedet.



Ein Assistenzhund muss Erdnüsse in jedweder Form (Verbacken, Eingefroren, Erdnusswasser) erschnüffeln können.

Gearbeitet wird unter verschiedenen Bedingungen und an wechselnden Trainingsorten.

Ein Assistenzhund für Allergiker muss für seinen Job „aktiviert“ werden. Er ist nicht, wie z.B. ein Epilepsiwarnhund im stand-by-modus, daher arbeiten wir mit einer Box, die auch erdnussfreie Lebensmittel zum Vergleich beinhaltet.

Die Schwierigkeit für den Hund ist nicht das Erschnüffeln von Erdnussmikroben, sondern das Finden und Anzeigen wollen!

Die Königsdisziplin im Training ist gemeistert, wenn das Produkt frei von Allergenen ist und der Hund nicht irgendetwas anzeigt, nur um seinen Job bis zum Ende auszuführen. Ihm zu vermitteln, dass die Leistung bereits gewertschätzt und belohnt wird, und nicht nur das Finden von Allergenen, gibt dem Hund Sicherheit und schützt vor aufkeimender Frustration.

Denn das Anzeigen dieser so genannten „Verleitungen“ bedeutet nicht, dass der Hund einen schlechten Job macht, sondern einen verlässlichen!


Warum wir nicht von deinem Erdnuss-Spürhund, sondern von einem Assistenzhund für Allergiker reden:

Um für den Notfall gerüstet zu sein, braucht es einem Plan B. Dieser Plan B heißt Notfallset, ein Pen mit Adrenalin, den sich der Allergiker bei einem Anaphylaktischem Schock selbst setzen muss. Den sollte seine Fellnase selbst in einem üblicherweise sehr krosigen Rucksack finden und dem Menschen in die Hand geben. Sollte der 2beiner bereits in einem Schockzustand sein, sollte Plan C, Hilfe holen oder Alarmbellen greifen. Dazu muss ein Hund auch schon mal Türen öffnen und gelernt haben auf andere Menschen zuzugehen - und das auf direktem Wege, ohne sich zwischendurch noch flugs mit Kaninchenjagd oder Artgenossen zu beschäftigen.

Die Fähigkeit Erdnussmikroben zu erschnüffeln ist demnach nur ein Teilbereich seines Jobs. Und es ist unser Job mit maximaler Leichtigkeit und den notwendigsten Sicherheitsmaßnahmen den eigenen Hund anzuleiten, seine Aufgabe mit Freude zu erledigen. Er hat uns nasentechnisch einfach viel mehr voraus.

Ich denke, es ist offensichtlich, dass das Training eine Bereicherung für wirklich jedes Mensch-Hund-Team ist. Es ist mir ein Fest Familien zu begleiten und miteinander wachsen zu sehen. Bisher war es keine Option einen Hund für eine Familie auszubilden, bis mich unter vielen Nachfragen auch eine Mail von Sylke G. aus Hamfelde erreichte, die tief berührte und mich zum Umdenken bewegte... es wird konkret "Ein Rocky".