Der Assistenzhund für Erdnussallergiker:

 

Keine Hunderasse ist grundsätzlich disqualifiziert, denn Training macht immer erst einmal Spaß. Es gibt die talentierteren, langnasigen Mischlinge und selbst bei Nasenspezialisten die Vierbeiner, die sich schwer tun im Team zu arbeiten. Denn am wichtigsten ist, dass der Hund vom Menschen etwas lernen und mit dem 2beiner erfolgreich sein möchte! Wie zielsicher er am Ende sein wird, hängt von weiteren Faktoren ab. Nicht zu vergessen, dass es ein Vierbeiner bleibt und nicht zu einem Roboter mutiert.

Trainingspraxis:

Das Suchen ist für den Vierbeiner immer eine sinnvolle und erfolgsversprechende Beschäftigung (Unterhaltung) – daher ist sie in in meiner Hundeschule Bestandteil der Erziehung.

Im Normalfall wird der Hund auf EINEN bestimmten Geruch konditioniert und zwar ausschließlich über positive Verstärkung (Futter, Spielzeug, Spiel, Aufmerksamkeit).

In diesem Fall geht es um Erdnüsse in jedweder Form (Verbacken, Eingefroren, Erdnusswasser).

Gearbeitet wird unter verschiedenen Bedingungen und an wechselnden Trainingsorten.

Ein Assistenzhund für Allergiker muss für seinen Job „aktiviert“ werden. Er ist nicht, wie z.B. ein Epilepsiwarnhund im stand-by-modus, daher arbeiten wir mit einer Box, die auch erdnussfreie Lebensmittel zum Vergleich beinhaltet.

Die Schwierigkeit für den Hund ist nicht das Erschnüffeln von Erdnussmikroben, sondern das Finden und Anzeigen wollen!

Die Königsdisziplin im Training ist dann, wenn das Produkt frei von Allergenen ist, dass der Hund nicht irgendetwas anzeigt, nur um seinen Job bis zum Ende auszuführen. Ihm zu vermitteln, dass die Leistung bereits gewertschätzt und belohnt wird, und nicht nur das Finden von Allergenen, gibt dem Hund Sicherheit und schützt vor aufkeimender Frustration.

Denn das Anzeigen dieser so genannten „Verleitungen“ bedeuten nicht, dass der Hund einen schlechten Job macht, sondern einen verlässlichen!