Ja, wir bilden auch aus!


Unser erster hühnerdiebische Assistenzhund!

Wie sollte ein zukünftiger Assistenzhund sein? Wenn man es blumig formulieren möchte: ein Fels im Alltag, eine Brücke zu anderen Menschen und ein Freund zum anlehnen.
Wenn man es gern konkreter hätte:

  • Ein vierbeiniger Freund, der wesensstark den Alltag meistert und nicht völlig aus dem Pelz springt, geschweige denn darüber vergißt einen guten Job zu machen, falls mal einem Kellner mit viel Getöse die Gabeln vom Tablett rutschen.
  • Eine Fellnase, die lernen möchte und neugierig, vor allem auf Menschen ist.
  • Und ja, er sollte auch wenn er erwachsen ist wirklich niedlich aussehen, damit beim Notfallplan B + C sich Menschen nicht schreiend in Restauranttoiletten verbarrikadieren.

Ein Hund, der ein Assistenzhund, eine FindePfote© werden soll, den galt es zu finden. Und so fuhr ich nach intensiver Internetrecherche am Montag, 09.09.2019 zur Familie Seitle nach Neuburg-Zell bei München. Nur mal Gucken...

Ein lustiges Knäuel Welpen erwartete mich, spielten vergnügt miteinander. Rauften, zerrten am Spielzeug, liefen durch den Tunnel, genossen den tollen Spielplatz den ihnen Familie Seitle dort aufgebaut hatte. Die Wahl fiel nicht so leicht, weil alle gleichermaßen zauberhaft waren. Und doch kamen zwei in die nähere Auswahl. Und so entschied ich mich nach entsprechender Prüfung für den mit dem blauen Halsband.

 

Und dann ist er bei mir, meinem Mann und unseren beiden Hunden eingezogen. Im kommenden Jahr wird er hier auf seine neue Aufgabe vorbereitet.
Ungewöhnlich ist sicher, dass er sich als angehender Assistenzhund von Anfang an in Ausbildung und nicht zuerst in einer Patenfamilie aufhält. Und nein, das hat nichts damit zu tun, dass ich unter Schlafentzug am Besten arbeite, sondern dass sich Welpen während dieses Zeitfensters für die uns wichtigen Dinge begeistern lassen und mit Feuereifer und rasant lernen.

Demnach ist es bereits in Woche 2 eine seiner leichtesten Übungen das erste eigene Notfallset (vom DAAB e.V. gestiftet) zu suchen, zu finden und zu apportieren. Kleiner Angeber.